Hashimoto natürlich behandeln kann eine echte Herausforderung sein. Ich erinnere mich noch genau an die Zeit, als ich ständig müde, erschöpft und geistig vernebelt war. Mein Gewicht schwankte, meine Haare wurden dünner, und ich fühlte mich einfach nicht mehr wie ich selbst.
Ärzte sagten mir, ich müsse mich mit diesen Symptomen abfinden – doch ich wollte nicht einfach akzeptieren, dass mein Körper gegen mich arbeitet. Ich wollte lernen, wie ich meine Schilddrüse stärken kann.
Durch meine eigene Reise mit der ketogenen Ernährung, gezielter Nährstoffzufuhr und bewusstem Stressmanagement habe ich es geschafft, meine Schilddrüse zu unterstützen und mich wieder vital zu fühlen.
Dieser Artikel zeigt dir, wie du Hashimoto natürlich behandeln kannst, um Hashimoto Symptome lindern und deine Lebensqualität verbessern zu können.
Was ist Hashimoto und warum ist eine natürliche Behandlung wichtig?
Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, die eine chronische Entzündung der Schilddrüse verursacht. Diese kann zu einer Unterfunktion führen und bringt oft Symptome wie Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit und Depressionen mit sich.
Viele Betroffene leiden zusätzlich unter Konzentrationsproblemen, Haarausfall, Muskelschwäche und Verdauungsbeschwerden. Das Spektrum der Symptome ist breit und variiert individuell stark. (Quelle: Wikipedia)
Hashimoto natürlich behandeln: Wie kann die ketogene Ernährung helfen?
- Reduziert Entzündungen im Körper, die Autoimmunreaktionen verstärken können
- Stabilisiert den Blutzuckerspiegel und verhindert Insulinschwankungen
- Fördert die Zellregeneration und unterstützt die Mitochondrien-Funktion
- Verbessert das Energielevel und reduziert Erschöpfung
- Unterstützt die Darmgesundheit, die eine zentrale Rolle bei Autoimmunerkrankungen spielt
Ketogene Ernährung bei Hashimoto – Meine Erfahrungen
Vor einigen Jahren wurde Hashimoto bei mir diagnostiziert. Ich hatte zahlreiche Knoten in der Schilddrüse, die als kalte Knoten eingestuft wurden. Mit der Zeit verschlechterten sich meine Blutwerte, und ich war auf L-Thyroxin angewiesen. Neben den körperlichen Symptomen litt ich unter ständiger Müdigkeit und einer allgemeinen Energielosigkeit.
Seitdem ich meine Ernährung auf ketogen umgestellt habe, sind meine Knoten verschwunden und meine Blutwerte haben sich stabilisiert – darüber hatte ich HIER schon geschrieben.
Noch bemerkenswerter: Durch die Kombination aus Keto und gezielter Jodzufuhr hat sich meine Schilddrüse wieder erholt und wächst sogar wieder! Dadurch konnte ich meine Medikamentendosis weiter reduzieren – etwas, das ich früher für unmöglich gehalten hätte.
Meine Endokrinologin war anfangs skeptisch, ist mittlerweile aber von den Ergebnissen überzeugt. Besonders bemerkenswert war, dass ich weniger starke Hormonschwankungen erlebte und meine Konzentrationsfähigkeit deutlich zunahm. Energie steigern bei Hashimoto ist definitiv möglich. Auch mein Gewicht regulierte sich, und ich fühlte mich insgesamt leistungsfähiger.
Die Bedeutung von Nährstoffen bei Hashimoto
Regelmäßige Tests beim Endokrinologen: Warum TSH alleine nicht reicht
Viele Ärzte testen bei Schilddrüsenproblemen nur den TSH-Wert. Doch dieser alleine reicht nicht aus, um ein vollständiges Bild der Schilddrüsengesundheit zu erhalten. Wenn du deine Werte wirklich im Blick haben möchtest, solltest du folgende Tests regelmäßig durchführen lassen:
- TSH: Gibt einen ersten Hinweis, kann aber durch viele Faktoren beeinflusst werden
- fT3 & fT4: Freie Schilddrüsenhormone – entscheidend für den Stoffwechsel
- TPO-Antikörper & Tg-Antikörper: Zeigen das Ausmaß der Autoimmunreaktion
- Reverse T3 (rT3): Gibt Aufschluss über eine mögliche Umwandlungsstörung von T4 in T3
- Vitamin D, Eisen, Ferritin & Zink: Wichtige Cofaktoren für die Schilddrüsenfunktion
- Cortisol-Tagesprofil: Zeigt, ob Stress die Schilddrüse zusätzlich belastet
Ein niedriger TSH-Wert bedeutet nicht automatisch, dass deine Schilddrüse optimal arbeitet – erst die Kombination aller Werte ergibt ein klares Bild!

Wichtige Nährstoffe für die Schilddrüse
- Selen: Hilft, die Autoimmunreaktion zu reduzieren (z. B. Paranüsse, Fisch, Eier)
- Zink: Essenziell für die Schilddrüsenhormonproduktion und unterstützt das Immunsystem
- Vitamin D: Reguliert das Immunsystem und fördert die Aufnahme von Kalzium
- Jod: Sollte individuell betrachtet werden – zu viel oder zu wenig kann problematisch sein
- Magnesium: Unterstützt die Zellgesundheit und hilft bei Muskelentspannung
- Omega-3-Fettsäuren: Haben entzündungshemmende Eigenschaften und können das Wohlbefinden verbessern
Hashimoto Ernährung: Welche Lebensmittel helfen?
Gut verträglich:
- Fleisch, Fisch & Eier (besonders fettreiche Varianten für gesunde Fette)
- Gesunde Fette (Avocados, Kokosöl, Olivenöl, Butter)
- Ballaststoffreiches Gemüse (Brokkoli, Spinat, Zucchini, Kohl)
- Knochenbrühe zur Darmheilung und zur Unterstützung des Immunsystems (zum REZEPT)
- Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kefir und Kimchi zur Förderung der Darmflora
Zu vermeiden:
- Gluten & Getreideprodukte (können das Immunsystem negativ beeinflussen)
- Milchprodukte (individuell testen, da sie Entzündungen fördern können)
- Zucker & verarbeitete Lebensmittel (verstärken Insulinschwankungen und Entzündungen)
- Soja (hemmt die Schilddrüsenfunktion und kann hormonelle Schwankungen verursachen)
- Kaffee (erhöht den Cortisolspiegel und sorgt für körperlichen Stress)
Intervallfasten bei Hashimoto: Eine gute Idee?
Intermittierendes Fasten (z. B. 16:8) ist für viele Menschen eine wunderbare Methode, um den Stoffwechsel zu verbessern. Doch für Hashimoto-Betroffene kann es problematisch sein. Die Schilddrüse ist ein kleines Sensibelchen und benötigt eine konstante Zufuhr an Nährstoffen, um optimal zu funktionieren.
Lange Fastenphasen können den Hashimoto-Stoffwechsel verlangsamen und zu zusätzlichen Hormonschwankungen führen. Wenn du mit Hashimoto intermittierendes Fasten ausprobieren möchtest, solltest du vorsichtig starten und auf deinen Körper hören.
Starte zum Beispiel mit 12:12, also 12h für das Essensfenster und 12h Fasten. Wenn das 2 Wochen gut funktioniert, probiere 13:11 oder 14:10 aus, wobei die erste Zahl den Zeitraum für das Fasten angibt und die zweite den Zeitraum für das Essen. Wichtig ist hier auch zu schauen, dass die Zeiträume für dich mit deinem täglichen Rhythmus ohne zusätzlichen Stress vereinbar sind.
Die Rolle des Darms: Warum Leaky Gut eine Rolle spielt
Viele Hashimoto-Betroffene haben gleichzeitig einen durchlässigen Darm (Leaky Gut). Ein geschädigter Darm kann Entzündungen verstärken und das Immunsystem weiter triggern. Dies führt dazu, dass Nährstoffe nicht optimal aufgenommen werden und die Symptome verstärkt werden.
Wie kann man den Darm unterstützen?
- Vermeidung von Trigger-Lebensmitteln (Getreide, Zucker, Milchprodukte, verarbeitete Fette)
- Darmheilung durch fermentierte Lebensmittel, Kollagen und Probiotika
- Gezielte Einnahme von L-Glutamin zur Regeneration der Darmschleimhaut
- Vermeidung von Stress, der die Darmbarriere weiter schwächen kann
Stress und Hashimoto: Die unterschätzte Verbindung
Die Schilddrüse ist extrem stressempfindlich. Chronischer Stress kann eine Nebennierenschwäche verursachen, die Hashimoto verschlimmert. Besonders das Hormon Cortisol spielt eine Rolle, da es den Entzündungsprozess im Körper beeinflussen kann.
Effektive Strategien zur Stressbewältigung:
- Achtsamkeit & Meditation zur Senkung des Cortisol-Spiegels
- Kaffee-Konsum reduzieren zur Senkung des Cortisol-Spiegels
- Genügend Schlaf, um die Hormonproduktion zu stabilisieren
- Regelmäßige Bewegung (sanftes Yoga, Spaziergänge, Atemübungen)
- Unterstützung der Nebennieren mit Adaptogenen wie Ashwagandha und Rhodiola Rosea
Die Verbindung zwischen Hashimoto und der Psyche
Die Schilddrüse ist nicht nur für den körperlichen Stoffwechsel entscheidend, sondern auch eng mit unseren Emotionen und unserem psychischen Wohlbefinden verbunden.
Viele Hashimoto-Betroffene berichten von Angstzuständen, Depressionen oder dem Gefühl, emotional nicht stabil zu sein. Das liegt daran, dass die Schilddrüsenhormone direkten Einfluss auf das zentrale Nervensystem haben.
Warum beeinflusst Hashimoto die Psyche?
- Hormonelle Dysbalance: Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit verursachen.
- Erschöpfung und Brain Fog: Viele Betroffene fühlen sich geistig „vernebelt“ und können sich schwer konzentrieren.
- Stressempfindlichkeit: Da die Nebennieren oft mitbetroffen sind, reagieren viele empfindlicher auf Stress.
- Selbstwertgefühl: Symptome wie Gewichtszunahme, Haarausfall und ständige Müdigkeit können das Selbstbild beeinträchtigen.
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Die Schilddrüse als Tor zur Seele
Ein ganz wichtiger und oft unterschätzter Punkt ist Stress. Die Schilddrüse ist ein äußerst stressempfindliches Organ. Man sagt auch, sie wäre das Tor zu unserer Seele, was den Zusammenhang zwischen Schilddrüse und seelischen Themen klar unterstreicht.
Oftmals zeigt eine erkrankte Schilddrüse an, dass man als Mensch nicht für sich selbst einstehen konnte oder durfte.
Bei einer Autoimmunerkrankung bekämpft sich der Körper selbst – genau wie wir es oft auf seelischer Ebene tun, indem wir uns selbst kritisieren, zurückhalten oder unterdrücken.
Wie ich gerne sage: Der Körper macht nur nach, was wir in unserer Seele fühlen oder im Kopf denken. Daher ist es umso wichtiger, nicht nur die Ernährung umzustellen und sich mit Nahrungsergänzungsmitteln zu versorgen.
Um Hashimoto ganzheitlich behandeln zu können, dürfen wir uns auch um die eigene seelische Balance kümmern. Sonst wird sich langfristig keine tiefgreifende Besserung einstellen.
Hashimoto Symptome lindern: Was kannst du tun?
- Achtsamkeit & Selbstfürsorge: Meditation, Journaling oder bewusste Auszeiten helfen, die innere Balance zu finden.
- Psychologische Unterstützung: Gespräche mit Therapeuten oder Coaches können helfen, emotionale Muster zu erkennen und zu lösen. (Schau gerne in meine Angebote)
- Ernährung & Mikronährstoffe: Ein stabiler Blutzucker, ausreichend Omega-3-Fettsäuren und Vitamin B12 können die Nervenfunktion unterstützen.
- Bewegung & Natur: Sanfte Bewegung wie Yoga, Spaziergänge im Grünen oder bewusstes Atmen kann das Nervensystem beruhigen.
- Stress aktiv reduzieren: Probleme ansprechen, sich Unterstützung holen und die Nebenniere wieder stärken.
- Sich selbst anerkennen, akzeptieren und lieben lernen – denn die Schilddrüse ist ein Spiegel unseres Selbst.
Häufige Fehler & Mythen rund um Keto und Hashimoto
- Jod ist immer schlecht? – Nicht unbedingt. Jod sollte individuell getestet werden, da einige Hashimoto-Betroffene profitieren, während andere negativ darauf reagieren.
- Keto bedeutet nur Fleisch essen? – Nein, eine gesunde Keto-Ernährung enthält auch viel nährstoffreiches Gemüse und gesunde Fette.
- Ketose = dauerhaft? – Nicht zwingend. Zyklische Kohlenhydratphasen können für manche sinnvoll sein, besonders bei hormonellen Schwankungen.
- Nahrungsergänzungsmittel ersetzen eine gesunde Ernährung? – Nein, eine vollwertige, nährstoffreiche Ernährung ist die Basis. Supplements sind nur eine Ergänzung. (Infos hier)
So kannst du Hashimoto natürlich in den Griff bekommen
Die ketogene Ernährung bei Hashimoto kann Betroffenen helfen, ihre Symptome zu verbessern und ihre Lebensqualität zu steigern. Und vor allem: Die Schilddrüse stärken.
Entscheidend sind eine entzündungsarme Ernährung, gezielte Nährstoffzufuhr, regelmäßige Laborwerte beim Endokrinologen, Stressreduktion und Darmgesundheit.
Ein ganzheitlicher Ansatz, der Ernährung, Lebensstil und emotionale Gesundheit berücksichtigt, ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg.
Hast du eigene Erfahrungen mit Keto und Hashimoto? Teile sie in den Kommentaren oder in meiner Community!
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Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel dient ausschließlich informativen Zwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn du unter gesundheitlichen Beschwerden leidest oder den Verdacht hast, an Hashimoto zu erkranken, solltest du unbedingt einen Arzt oder Endokrinologen aufsuchen. Nur ein Facharzt kann eine genaue Diagnose stellen und die individuell richtige Therapie für dich finden. Selbstmaßnahmen wie Ernährungsumstellungen oder Nahrungsergänzung sollten stets in Absprache mit einem Arzt erfolgen.
Ashwaganda
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